Angststörungen

Angststörungen

Angst ist sinnvoll und notwendig

Unter Angst- und Panikstörungen werden mehrere Erkrankungsformen zusammengefasst, die durch unterschiedliche Erscheinungsweisen geprägt sind. Die wesentlichen Formen sind die frei flottierende Angst, Phobien sowie Panikstörungen.
Von einer Angststörung spricht man, wenn die Angst ungewöhnlich stark und nicht der Situation angepasst ist und ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten besteht.

Eine behandlungsbedürftige Angst als Symptom, tritt bei ca. 10% aller Menschen auf. Panikstörungen etwa 3 - 4%. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Ursächlich werden verschiedene Ansätze diskutiert. Die psychodynamische Theorie besteht die Vorstellung von einer misslungenen neurotischen Konfliktlösung die zum auftreten von Angst führt. Lerntheoretische Aspekte haben besonders die Entstehungsmodelle für phobische Zustände im Sinne des klassischen Konditionierens im Focus. Des weiteren gibt es neurobiologische und neurochemische Aspekte.

Formen der Angst

Die Therapie besteht aus kognitiven Therapieverfahren, Verhaltenstherapeutischen Ansätzen, stützende Gespräche, Entspannungsverfahren und Pharmakologie.


Die zehn goldenen Regeln der Angst

1. Angstgefühle und dabei auftretende körperliche Symptome sind verstärkte normale Stressreaktionen.
 
2. Angstreaktionen sind nicht schädlich für die Gesundheit.
 
3. Verstärken Sie Angstreaktionen nicht durch furchterregende Fantasievorstellungen.
 
4. Bleiben Sie in der Realität; beobachten und beschreiben Sie innerlich, was um Sie herum wirklich geschieht.
 
5. Bleiben Sie in der Situation bis die Angst vorüber geht.
 
6. Beobachten Sie, wie die Angst von alleine wieder abnimmt.
 
7. Versuchen Sie nicht Angstsituationen zu vermeiden.
 
8. Setzten Sie sich allen Situationen aus, die Ihnen Angst machen.
 
9. Nehmen Sie sich in Angstsituationen Zeit.
 
10. Seien Sie stolz auf kleine Erfolge, auch auf die ganz kleinen.

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