Geschichte der Psychiatrie

Geschichte der Psychiatrie

Frühe Beschreibungen gehen von einem Verständnis aus, dass böse Wesen (Teufel, Geister, Dämonen) sich im Menschen aufhalten und ihn beherrschen. Die Babylonier hatten für unterschiedliche Erkrankungen entsprechende Dämonen.
Um den Körper für den Teufel unbewohnbar zu machen, vollzog man Behandlung in Form von Gebeten, Lärmritualen, Auspeitschungen und Nahrungsentzug.
In der Zeit des Somatogenes (400 v. Chr. – 300 n. Chr.) hatten alle Krankheiten eine natürliche Ursache. Man betrachtete das Gehirn als Entsstehungsort des Denkens und des Fühlens und somit eine Abweichung als Erkrankung des Gehirns. Die Folge dieser Auffassung bestand in einer Behandlung, die sich auf Ruhe, Nüchternheit, sexuelle Abstinenz, Umschläge und Aderlässe aufbaute.
Im frühen Mittelalter nahm der Einfluss der Kirchen zu; um die Kranken kümmerten sich Klöster. Viele psychisch kranke Menschen irrten im Lande umher und verkamen im Schmutz.
Mönche sprachen Gebete über psychisch Kranke, berührten sie mit Reliquien und brauten Tränke, um eine Heilung herbei zu führen.

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